Was gibt es Neues beim BIF?

Hier finden Sie ausgewählte Nachrichten aus dem Netzwerk der Boehringer Ingelheim Fonds (BIF): Wir präsentieren zum Beispiel renommierte Förderungen und Preise für Stipendiaten und Alumni oder wichtige Ernennungen. Die Druckversion von Futura, BIFs internationalem Magazin (nur auf Englisch) bietet eine noch breitere Auswahl.

Haben Sie / hast Du einen Preis bekommen oder die Position gewechselt? Sind Sie / bist Du zum EMBO-Mitglied gewählt worden – Wir freuen uns über ein Nachricht von Ihnen / Dir.

2020 News

Drei BIF Alumni erhalten einen ERC Advanced Grants in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro. Insgesamt wurden in der 12. Ausschreibungsrunde 185 dieser prestigeträchtigen Grants an herausragende europäische Forscher und Forscherinnen vergeben.

Volker Haucke will mit seinem Projekt: SynapseBuild“ menschliche Nervenzellen analysieren, um zu verstehen, wie die präsynaptischen Vesikel und ihre Vorläufer in der Zelle entstehen und reifen, wie sie transportiert werden und zusammengebaut werden und zuletzt, wie dieser Prozess gesteuert und koordiniert wird. Außerdem wurde Volker den Feldberg Preis 2020 der gleichnamigen Stiftung verliehen. Die Stiftung will den wissenschaftlichen Austausch auf dem Gebiet der experimentellen medizinischen Forschung zwischen Deutschland und Großbritannien fördern. Dazu verleiht sie jedes Jahr den Feldberg Preis an je einen herausragenden Wissenschaftler aus den beiden Ländern.

Mit dem Projekt „BrainRedesign: Redesigning brain circuits in development” will Rüdiger Klein in Mäusen gezielt verändern, wie sich die Amygdala-Schaltkreise entwickelnd. Dazu nutzt er so-genannte Lenkungsmoleküle, die die Wuchsrichtung von Neuronen beeinflussen. So hofft er, das angeborene und erlernte Verhalten der Mäuse zu verändern, und herauszufinden, wie diese Schaltkreise entstehen und zu einem bestimmten Verhalten führen.

In seinem Projekt ““MultiOrganelle Design: Multiple Designer Organelles for Expanded Eukaryotic life“ nutzt Edward Lemke Designer-Organellen in Zellen, die so verändert wurden, dass sie effektiv zwei genetische Codes besitzen, um so-genannte intrinsisch ungeordnete Proteine (IDP) zu untersuchen. Aufgrund ihrer flexiblen und dynamischen Struktur sind diese allgegenwärtigen Proteine sehr schwer zu untersuchen. Die beiden genetischen Codes erlauben es den Forschern fluoreszierende Marker an verschiedenen Stellen der Proteine einzubauen. So können sie diese in noch nie dagewesener Auflösung visualisieren und ihre Strukturänderungen nachvollziehen, ohne die Physiologie der Zelle zu verändern.

Professor Volker Haucke, Direktor am Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP), Berlin, Fellowship: 1994–1997

Professor Rüdiger Klein, Direktor am Max-Planck-Institut für Neurobiologie, Martinsried, Fellowhip: 1988–1990

Professor Edward Lemke, Institut für Molekulare Biologie (IMB), Mainz, Fellowship: 2003–2005

2019 – Nachrichten

Bernd Bodenmiller und Marc Erhardt-Singer haben einen ERC Consolidator Award erhalten. Bernd will neue Ansätze sowie Technologien und computergestützte Methoden entwickeln, die helfen die Komplexität von Tumoren zu erfassen und zu beschreiben. So will er besser verstehen, wie in Brustkrebs die Umgebung der Fernmetastasen deren Wachstum unterstützt. Ziel ist es, die passendste Therapien für einzelne Patientinnen zu bestimmen. Marc wird seinen ERC Grant von bis zu zwei MIllionen Euro nutzen, um zu rekonstruieren, wie sich das Flagellum von Bakterien, eine komplexe Nanomaschine, koordiniert zusammenbaut. 

Professor Bernd Bodenmiller, Universität Zürich, Schweiz, Fellowship: 2005–2007

Professor Marc Erhardt-Singer, Humboldt Universität Berlin, Deutschland, Fellowship 2007–2010

Volker Hauke ist zum Mitglied der Academia Europaea in der Sektion Cell & Developmental Biology gewählt worden. Er ist einer von 324 internationalen Wissenschaftlern, denen dieses Jahr diese Ehre zuteil wurde.

Professor Volker Hauke, Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) in Berlin, Fellowship: 1994–1997

Katharina Sonnen hat einen ERC Starting Grant für ihr Projekt „Signalling dynamics in the control of cell proliferation and differentiation during development and homeostasis“ erhalten. Sie und ihr Team werden ein umfangreiches Set an Methoden einsetzen, um an in vitro-Kulturen von Embryonen und Mini-Organen herauszufinden, wie Zellen miteinander kommunizieren und dafür sorgen, dass sich Gewebe korrekt entwickeln.

Katharina Sonnen, Hubrecht Institute, Utrecht, Niederlande, Fellowship: 2008–2010

Ludger Johannes wurde zum Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina gewählt. Er gehört der Sektion Genetik/Molekuarbiologie und Zellbiologie an. Die Leopoldina ist die heute älteste, ununterbrochen existierende naturwissenschaftlich-medizinische Akademie der Welt; ihre Mitglieder sind angesehene Wissenschaflterinnen und Wissenschaftler aus aller Welt.

Professor Ludger Johannes, Institut Curie, Paris, Frankreich, Fellowship: 1993–1995

Sebastian Bonhoeffer, Ivan Dikic, und Detlef Weigel sind zur Mitgliedern der American Academy of Arts and Sciences, AAAS, gewählt worden. Diese Ehrung erfordert herausragende Leistungen in Wissenschaft, Wirtschaft, Regierung und Öffentlichkeit. „Mit der Wahl dieser Mitglieder setzt sich die Akademie für die Ideale von Forschung und Wissenschaft, Kreativität und Fantasie, intellektuellem Austausch und zivilem Diskurs sowie der unerbittlichen Suche nach Wissen in all seinen Formen ein“, so David W. Oxtoby, der Präsident der AAAS. Unter den diesjährigen rund 240 neuen Mitgliedern befindet sich auch die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama.

Professor Sebastian Bonhoeffer, ETH Zürich, Institute of Integrative Biology, Zürich, Schweiz, Fellowship: 1992-1995

Professor Ivan Dikic, Universität Frankfurt, Postdoktoranden-Forschungspreis: 1997

Professor Detlef Weigel, Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen, Fellowship: 1987–1988

Anne Eichmann hat einen ERC Advanced Grant für ihr Projekt „Targeting endothelial barriers to combat disease“ erhalten. In dieser 11. Runde wurden 222 Grants mit zusammen 450 Millionen Euro an Wissenschaftler in ganz Europa vergeben, die Erfolgsquote lag unter 11 Prozent. Die Grants in Höhe von bis zu 3,5 Millionen Euro ermöglichen es Spitzenforschern, ihre besten Ideen an den Grenzen des Wissens umzusetzen. Die 222 Grants werden bis zu 2.000 Stellen für Postdoktoranden, Doktoranden und weitere Mitarbeiter in den Laboren der Empfänger finanzieren.

Professor Anne Eichmann, Yale Universität, MA, USA und National Institute of Health and Medical Research (INSERM), Paris, Frankreich, Fellowship: 1990-1992

Mainz, 30.1.2019: In der dritten Runde ihres Forschungsprojektes Learning from Partners analysierte das Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen (CSI) der Universität Heidelberg die Arbeit von insgesamt acht gemeinnützigen Stiftungen, darunter die des Boehringer Ingelheim Fonds (BIF), der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der VolkswagenStiftung.

Die im Zeitraum 2017 bis 2018 durchgeführte Studie erfasste über eine Online-Umfrage systematisch die Zusammenarbeit zwischen Stiftungen und ihren jeweiligen Partnern (Antragstellern, Förder- und Kooperationspartnern). Die Partner wurden um Feedback gebeten zu ihrer allgemeinen Zufriedenheit mit der Arbeit „ihrer“ Stiftung sowie zu den Themen Verwaltung, Capacity Building, und zur allgemeinen Wahrnehmung der Stiftung. Die Studie zeigt, dass der Boehringer Ingelheim Fonds „als anspruchsvolle, renom­mierte und verlässliche Stiftung wahrgenommen“ wird. Darüber hinaus tragen die „maßgeschneiderten Angebote“ des BIF „in beson­derem Maße zu einer erfolgreichen akademischen Entwicklung und Karriere bei.“

Ausruhen wird sich der BIF auf den Ergebnissen nicht: Mit dem Feedback aus der Studie werden wir unsere  Angebote und Prozesse weiter optimieren.

Publikationen des CSI über das Forschungsprojekt

Kontakt

Boehringer Ingelheim Fonds:
Dr. Anja Petersen
Stiftung für medizinische Grundlagenforschung
Schusterstr. 46-48
55116 Mainz

Tel.: 06131 27 508-0
secretariat[at]bifonds.de

Forschungsstelle Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen (CSI):
Dr. Volker Then (Geschäftsführender Direktor)
Martin Hölz, M.A. (Projektleitung)
Max-Weber-Institut für Soziologie
Universität Heidelberg
Bergheimer Str. 58
69115 Heidelberg

Tel.: 06221 54 119 84
CSI Webseite

2018 – Nachrichten

Kristin Tessmar-Raible hat einen ERC Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC) über rund 2 Millionen Euro erhalten. Sie will Schlüsselmoleküle identifizieren, mit denen Meeresorganismen wie zum Beispiel der Borstenwurm Platynereis dumerilii und die Mücke Clunio marinus monatliche Rhythmen auf Basis des Mondzyklus etablieren und aufrechterhalten. Außerdem will sie untersuchen, wie die sehr variablen natürlichen Umweltbedingungen sich mit denen im Labor vergleichen lassen.

Professor Kristin Tessmar-Raible, Universität Wien, Österreich Fellowship: 2001-2003

Christoph Thaiss erhält den Großen Preis für junge Wissenschaftler 2018 von Science & SciLifeLab für seine Arbeiten zur Rolle des Mikrobioms in drei Phänomenen, die bei Menschen mit Fettleibigkeit auftreten: Störungen der biologischen Uhr, wiederkehrende Gewichtszunahme und erhöhte Infektionsanfälligkeit. Thaiss und sein Team haben entdeckt, dass in allen drei Fällen bestimmte, von Darmbakterien produzierte Moleküle verändert sind und damit den Krankheitsverlauf beeinflussen können.

Der mit 30.000 USD dotierte Preis wird an vielversprechende Nachwuchswissenschaftler verliehen, die bahnbrechende Forschung in den Lebenswissenschaften betreiben. Er wird verliehen vom SciLifeLab (Science for Life Laboratory), einem schwedischen Center für Molekulare Lebenswissenschaften und dem Journal Science sowie der Knut und Alice Wallenberg Stiftung.

Professor Christoph Thaiss, University of Pennsylvania, Philadelphia, USA, Fellowship: 2013-2015

Zusammen mit drei anderen Forschern aus Heidelberg hat Michael Boutros einen ERC Synergy Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC) über 10,6 Millionen Euro mit einer Laufzeit von sechs Jahren erhalten.

In ihrem Projekt „Decoding Context-Dependent Genetic Networks in vivo“ (DECODE) geht es um die Frage, welche Gene oder Genkombinationen für die Entwicklung und Funktion eines Gewebes nötig sind und wie sich dieses Repertoire von Zelle zu Zelle, aber auch unter verschiedenen Umweltbedingungen verändert und zwar in der Wurzel der Ackerschmalwand Arabidopsis und dem Darm der Fruchtfliege Drosophila. Mithilfe von genetischen Versuchen und Computermodellen wollen sie die funktionellen genetischen Netzwerke mit zellulärer Auflösung rekonstruieren. Gene, die in diesen Netzwerken Schlüsselpositionen einnehmen, sollen abschließend mit hochmodernen Methoden funktionell analysiert werden. Ziel ist es, neue Einblicke in die Funktion und das Zusammenspiel von Zellen in komplexen Geweben zu gewinnen.

Die Synergy Grants wurden erst im Jahr 2018 wieder aufgelegt und nur 10% aller Anträge waren erfolgreich. Der Präsident des ERC, Professor Jean-Pierre Bourguignon, sagte: “Die ausgewählten Projekte repräsentieren wirklich mutige Ideen von einigen der besten Europäischen Wissenschaftler.”

Professor Michael Boutros, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg, Fellowship: 1997-1999

Petra Dersch ist in den Senat der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für den Bereich Lebenswissenschaften gewählt worden. Das 37-köpfige Gremium ist das zentrale Organ der Selbstverwaltung der DFG und ist damit zuständig für alle wesentlichen Beschlüsse in der Forschungsförderung im Vorfeld der konkreten Förderentscheidung sowie für alle wesentlichen Entscheidungen zur Gestaltung des Begutachtungs-, Bewertungs- und Auswahlverfahrens.

Petra Dersch leitet die Abteilung Molekulare Infektionsbiologie am Helmholtz Zentrum für Infektionsbiologie und ist Professorin für Mikrobiologie an der TU Braunschweig, wo sie gastrointestinale Bakterien erforscht, vor allem Yersinia-Arten, und wie diese sich an der Darmwand anheften, sie durchdringen und sich so schließlich im Wirt verbreiten.

Professor Petra Dersch, Helmholtz Zentrum für Infektionsbiologie (HZI), Braunschweig, Fellowship: 1992–1994

Sigrid Milles hat einen ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC) erhalten. Sie untersucht, welche Rolle strukturell besonders flexible Abschnitte – sogenannte intrinsically disordered regions – von Proteinen zum Beispiel beim Eintritt von Molekülen in die Zelle, der Endocytose, spielen. Sie wird dazu verschiedene Arten solcher Abschnitte und die verschiedenen Moleküle mit denen sie interagieren untersuchen.

Sigrid Milles, Institut de Biologie Structurale, Grenoble, Frankreich, Fellowship: 2010–2012

Am 8. Mai fand in Berlin die feierliche Verleihung der mit 5 Millionen Euro höchstdotierten Forschungspreise Deutschlands statt, mit der internationale Spitzenforscher an deutsche Universitäten geholt werden sollen. Eine der 10 Humboldt-Professuren erhielt Michael Sieweke, der seine Professur bereits früher im Jahr am Zentrum für Regenerative Therapien an der TU Dresden (CRTD) angetreten hatte. Das Forschungsgebiet seiner Arbeitsgruppe liegt an der Schnittstelle von Immunologie und Stammzellforschung. Dabei spielen die sogenannten Makrophagen eine herausragende Rolle. Dies sind langlebige Zellen des Immunsystems, die wichtige Aufgaben bei der Gewebeerneuerung übernehmen. Er erforscht, wie diese Zellen entstehen, sich selbst erneuern und in den verschiedenen Organen die Gewebefunktion erhalten. Er hofft damit der Frage auf die Spur zu kommen, wie gesundes Altern möglich ist.

Professor Michael Sieweke, TU Dresden, Fellowship: 1991–1992

Alexander Meissner ist zum Mitglied des Europäischen Molekuarbiologischen Organisation (EMBO) gewählt worden.  Alexander, der vor einem Jahr aus den USA nach Berlin gekommen ist, beschäftigt sich mit Fragen zur Identität von Stammzellen und den grundlegenden epigenetischen Prinzipien, nach denen diese Zellen ihre Identität verändern können. 2018 wurden 62 herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus insgesamt 24 verschiedenen Ländern zu EMBO-Mitgliedern gewählt.

Professor Alexander Meissner, Max-Planck -nstitut für Molelulare Genetik, Berlin, Fellowship: 2004-2005

In den letzten beiden Runden für die ERC Proof of Concept Grants des Europäischen Forschungsrates (ERC) über bis zu 150,000 Euro wurden drei BIF Alumni ausgewählt: Michael Boutros (REMATCH – Image-Based Analysis for Drug Discovery and Repurposing), Edward Lemke (Radio-Click – A Versatile Ultrafast Click Platform for Antibody-Based Radio Diagnostics) und Christine Selhuber-Unkel (Strain-Stiffening Polymer Structures for Orthotics). Für Christine ist dies bereits der zweite solche Grant innerhalb eines Jahres. Diese Grants gehen an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bereits einen ERC Grant innehaben und ein Forschungsergebnis aus ihrem laufenden oder bereits abgeschlossenen Projekt vorkommerziell verwerten möchten. Er ist damit der erste Schritt zum Technologie-Transfer.

Professor Michael Boutros, Deutsches Krebsforschungzentrum (DKFZ), Heidelberg, Fellowship: 1997–1999

Professor Edward Lemke, Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), Heidelberg, Fellowship: 2003–2005

Professor Christine Selhuber-Unkel, Universität Kiel, Fellowship: 2004–2006

Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat zwei der mit bis zu 3,5 Millionen Euro dotierten ERC Advanced Grants für exzellente Wissenschaft von etablierten Forschern an BIF Fellows vergeben. Andreas Mayer wird damit erforschen, wie Phosphat in der Zelle wahrgenommen wird, welche (Signal-)Rolle es in den Reaktionswegen spielt und welche Funktion bestimmte Zellorganellen darin spielen, die sogenannten Acidocalcisome. Er hofft so die Hauptaufgaben dieser wenig untersuchen Organelle aufdecken zu können. Zoltan Nusser erhält 2,5 Millionen Euro über fünf Jahre für sein Projekt „Proteomic Fingerprinting of Functionally Characterized Single Synapses”. Er will testen, ob die große funktionelle Vielfalt der chemischen Synapsen bei ansonsten gleichartigen Nervenzellen durch quantitative molekulare Unterschieden hervorgerufen wird.

Professor Andreas Mayer, Université de Lausanne, Schweiz, Fellowship: 1993–1995

Professor Zoltan Nusser, Ungarische Wissenschaftsakademie, Budapest, Ungarn, Postdoc-Fellowship: 2000–2006

Christoph Engel hat den „Bayer Early Excellence in Science Award” in der Kategorie Biologie der Bayer Stiftungen erhalten für seine herausragende Forschung bei der Auflösung der 3D-Struktur der RNA Polymerase I und dem darauf aufbauenden ersten kompletten Modells, wie der Pol I-Transkriptionszyklus funktioniert.

Der Preis wird jährlich an Biologen, Chemiker und Medizinwissenschaftler verliehen, die ihre Promotion vor maximal fünf Jahren abgeschlossen haben und mit ihren Forschungsbeiträgen bereits sichtbar zu neuen Erkenntnissen beigetragen haben. Pro Kategorie ist ein Preisgeld von 10.000 Euro ausgelobt.

Christoph Engel, Universität Regensburg, Fellowship: 2011–2013

Detlef Weigel erhält den renommierten Barbara McClintock-Preis 2019 für Pflanzengenetik und Genomforschung des Maize Genetics Executive Committee. Der Preis wird jährlich an die kreativsten Köpfe und produktivsten Wissenschaftler verliehen, die die Struktur, Funktion und Evolution von Pflanzengenomen, einschließlich der Genregulation und Epigenetik, erforschen. Der Preis ist nach der angesehenen Genetikerin Barbara McClintock benannt, die 1983 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet wurde.

Professor Detlef Weigel, Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen, Fellowship: 1987–1988

Die dänische Lundbeck Foundation würdigt den Münchner Wissenschaftler – zusammen mit Kollegen aus Großbritannien und Belgien – für seine „bahnbrechende Forschung zu den genetischen und molekularen Ursachen von Alzheimer“. Die Pionierarbeiten der vier europäischen Forscher hätten das Verständnis von Veränderungen im Gehirn, die zu Alzheimer und anderen Formen der Demenz führen, revolutioniert, heißt es in der Erklärung weiter. In Europa sind rund zehn Millionen Menschen an Alzheimer erkrankt. Alzheimer und andere Erkrankungen des alternden Gehirns bedeuteten erhebliches Leid für die Patienten und ihre Angehörigen und seien eine enorme gesellschaftliche Herausforderung.

Haaß, so würdigt die Jury, habe bereits 1990 mit der Erforschung von Alzheimer begonnen, als noch sehr wenig über die molekularen Mechanismen der Demenz bekannt war. Er habe in seinen Arbeiten die Entwicklung vom Amyloid bis zur Bildung der Plaques und der Neurofibrillen verfolgt, die letztendlich Gehirnzellen töten und das Gedächtnis löschen. Er habe früh die Hypothese aufgestellt, dass die Amyloidproduktion normal und nicht notwendigerweise Teil des pathologischen Prozesses sei. Diese Erkenntnis habe entscheidende Akzente gesetzt und seither zu therapeutischen Ansätzen zur Senkung der Amyloidproduktion geführt, schreibt die Lundbeck Foundation. In jüngerer Zeit habe Haaß zeigen können, dass die Mikroglia, die Fresszellen im Gehirn, zumindest anfänglich eine schützende Rolle spielen, dass aber auch Mutationen ihre Funktion verändern könnten und dies die Entwicklung der Demenz vorantreibe. Die Aktivität der Mikroglia zu modulieren, biete womöglich einen neuen Therapieansatz.

Professor Christian Haaß, Universität München, (LMU), Postdoc-fellowship: 1990–1991

Jan Siemens und Janos Szabadics haben jeweils einen ERC Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC) über rund 2 Millionen Euro erhalten. Jan Siemens wird damit seine Forschung zur Temperaturwahrnehmung und Regulation bei Säugetieren weiterführen. Gefördert durch einen vorhergehenden ERC Starting Grant hat er den ersten Wärmesensor im Gehirn entdeckt, TRPM2, und somit einen Durchbruch in der Suche nach den entscheidenden Schaltelementen des körpereigenen Thermostats erzielt. Janos Szabadics wird mit dem Grant die grundlegenden Prinizpien erforschen, mit denen Nervenfortsätze, die Axone, Erregung an und im Hippocampus weiterleiten.

Professor Jan Siemens, Universität Heidelberg, Fellowship: 2001–2003

Professor Janos Szabadics, Institute of Experimental Medicine, Ungarische Wissenschaftsakademie, Budapest, Ungarn, Fellowship: 2002–2004

Zwei unserer MD Alumni Timo Kuschma und Isabel Schellinger, wurden vom Wirtschaftsmagazin Forbes in die europäische Liste der „30 unter 30“ für den Bereich Wissenschaft und Gesundheitswesen aufgenommen. Diese benennt in zehn Kategorien jeweils 30 junge Menschen aus ganz Europa unter 30 Jahren, die sich als Führungskräfte, Unternehmer, Wissenschaftler oder Künstler in besonderer Weise hervorgetan und ihre innovativen Ideen erfolgreich umgesetzt haben. Timo Kuschma wird gewürdigt für seine Leistungen in der Forschung sowie seine Beratungstätigkeit im Gesundheitswesen, bei der er sich auf Digital- und Technologiethemen fokussiert. Isabel Schellinger entwickelt mit ihrer Firma Angiolutions Behandlungsinstrumente für Gefäßkrankheiten. So hat sie etwa eine Methode entwickelt, Aneurysmen minimalinvasiv zu behandeln, solang sie noch klein sind, damit sie nicht auf lebensbedrohliche Größe wachsen können. Die Daten dafür sammelte sie unter anderem während ihrer Förderung durch den BIF.

Timo Kuschma, McKinsey & Company, Berlin, MD Fellowship: 2014–2015

Isabel Schellinger, Angiolutions, Göttingen, und Universität Nürnberg-Erlangen, MD Fellowship: 2013–2014