Stipendiaten des Boehringer Ingelheim Fonds sind ausgezeichnet

Erste ausführliche Studie zum peer review-basierten Auswahlprozess bei der Vergabe von Stipendien an to Nachwuchswissenschaftler/-innen

Sozialwissenschaftler an der ETH Zürich zeigten in einer 2004 veröffentlichten Studie, dass der Boehringer Ingelheim Fonds nachweislich herausragende Nachwuchswissenschaftler/-innen fördert. Außerdem belegt die Studie, dass der peer-review-basierte Auswahlprozess ein valides Instrument für die Auswahl von Stipendiaten/-innen ist.

Die Autoren der Studie, Dr. Lutz Bornmann und Professor Dr. Hans-Dieter Daniel, analysierten insgesamt 2.697 Bewerbungen, die zwischen 1985 und 2000 bei unserer Stiftung eingingen. Die beiden Wissenschaftler prüften die drei wichtigsten Qualitätskriterien des Auswahlprozesses: (i) Wählt die Stiftung wirklich nur die besten Nachwuchswissenschaftler/-innen aus? (ii) Ist der Auswahlprozess verlässlich?, und (iii) Werden alle Bewerber/-innen gleich behandelt?

Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass der Auswahlprozess unserer Stiftung in hohem Maße valide und aussagekräftig ist.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie

  • Mehr als 98 Prozent aller BIF-Stipendiaten/-innen schließen ihre Dissertation erfolgreich ab.
  • Die wissenschaftlichen Artikel von BIF-Stipendiaten/-innen werden in den wichtigsten Journalen veröffentlicht (in der Reihenfolge nach absteigender Anzahl von Artikeln): Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) USA, Journal of Biological Chemistry, EMBO Journal, Nature, Development, Cell, Science etc.
  • Die Anzahl der Zitierungen ihrer wissenschaftlichen Artikel liegen weit über den internationalen Referenz-Zitierwerten.
  • Der Auswahlprozess unserer Stiftung ist so verlässlich wie der der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der National Science Foundation (NSF) in den USA.
  • Die Nationalität der Bewerber/-innen spielt im Auswahlprozess keine Rolle.
  • Bewerber/-innen, die ihre Doktorarbeit an einem Max-Planck-Institut durchführe, haben eine höhere Cahnce auf ein Stipendium als andere Bewerbergruppen; Bewerbungen von Chemikern und Frauen sind weniger erfolgreich.

Es bedarf weiterer Forschungen um zu erklären, warum manche Bewerbergruppen eher ein Stipendium erhalten als andere.

Beim BIF sind drei Kanäle an der Auswahl der Stipendiaten beteiligt. Wenn der Aufwand gerechtfertigt ist, interviewt ein Mitglied der Geschäftsstelle eine/n Bewerber/in und schreibt einen Bericht. Ein/e externe/r Gutachter/in, chosen der/die aufgrund ihrer/seiner wissenschaftlichen Expertise ausgewählt wird, prüft den Projektantrag und das Labor, in dem der/die Bewerber/in arbeiten möchte. Auf der Grundlage von Interview, Bericht und Gutachten entscheidet das Kuratorium des Boehringer Ingelheim Fonds endgültig über die Aufnahme oder Ablehnung des/der Bewebers/in. Exzellente wissenschaftliche Leistungen und ein ehrgeiziges, innovatives Projekt in einem international führenden Labor sind die Kriterien, die Bewerber/-innen für ein Stipendium erfüllen müssen.

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